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Er hat etwas auf Kerbholz
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Redewendung:

Er hat etwas auf dem Kerbholz.

Erklärung:

Schuldhaft / kriminell sein; Verbrechen begangen haben; sich schuldig gemacht haben; etwas ausgefressen haben; kein unbeschriebenes Blatt sein.

Ursprung:

Das Kerbholz war ein aus zwei gleichen Teilen bestehendes Holzstück, in das Schulddaten z.B. beim Ausleihen von Saatgut bei Priestern eingetragen wurden. Nach der Ernte wurden die Holzstücke verglichen, um danach bei Übereinstimmung die Schuld zu begleichen. „Etwas auf dem Kerbholz haben” bedeutete ursprünglich bei jemandem in der Schuld stehen.

Hintergrund:

Bundesbank-Chef Ernst Welteke war unter Druck geraten, als bekannt wurde, dass er zusammen mit seiner Familie auf Einladung der Dresdner Bank anlässlich der Euro-Bargeldeinführung zum Jahreswechsel 2001/2002 vier Nächte im Berliner Luxushotel Adlon verbracht hatte. Die Dresdner Bank hatte die Rechnung über 7661,20 Euro beglichen.

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