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Boeing 735 - 500
Boeing 735 - 500

Hotel
Hotel

Mausoleum
Mausoleum

Grabmal
Grabmal
Kron­leuchter
Kronleuchter

Medina
Medina

Kolosseum
Kolosseum

Keramik­kacheln
Keramik

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Der Start

Endlich ist es soweit, heute beginnt unser Urlaub. Die Koffer sind gepackt und im Auto verstaut. Wir fahren nach Bremen zum Flughafen. Einchecken dauert nicht lange und wir haben noch viel Zeit bis zum Abflug. Wir gönnen uns einen kleinen Snack und beobachten das geschäftige Treiben auf dem Flughafen. Endlich können wir in die Boeing 735 - 500 einsteigen. Wir sitzen in der Reihe 22, es ist die letzte und im Raucherbereich, wegen Traute, meiner Frau. Es ist 20.00 Uhr und wir rollen zur Startposition. Fast pünktlich starten wir gegen 20.10 Uhr. Es geht rasant nach oben und ich kann noch einen Blick auf Bremen werfen. Nun müssen wir uns schon auf den Imbiss vorbereiten, der bei dem Superplatzangebot nicht ganz einfach werden wird. Aber auch das packen wir. Draußen ist es mittlerweile dunkel und außer den Positionslampen kann ich nichts erkennen. Ich nutze die Zeit um meine Uhr wieder auf MEZ zurückzustellen, denn Tunesien, unser Ziel liegt auf dem gleichen Längengrad wie Deutschland. Wir fliegen drei Stunden und sind nach zwei Stunden schon da, auch nicht schlecht.

Die Landung

Bald müssen wir da sein, da kommt auch schon die Durchsage zum Einstellen des Rauchens und zum Anschnallen. Durch das Fenster sehe ich viele Lichter einer großen Stadt, das kann nur Tunis sein. Bis nach Monastir ist es für den Jumbo nur ein Katzensprung, schon geht es rapide nach unten und alles schlucken hilft nicht, der Druck in den Ohren wird schmerzhaft. Der Applaus nach der Landung hält sich auch in Grenzen. Nun sind wir doch froh wieder aus dem Vogel aussteigen zu können. Die nächste Station ist die Passkontrolle. Im Flugzeug haben wir schon Meldekarten ausgefüllt, wir sind halt nicht mehr in der EU, sondern in Afrika. Trotzdem geht alles sehr schnell und reibungslos. Auf zum Transportband und nach den Koffern Ausschau halten. Da sind sie schon, auf einen Kofferwagen geladen geht es Richtung Ausgang, wo uns schon eine Vertreterin des Reisebüros erwartet. Wir nennen das Hotel „El Hana Beach” und schon hat ein Tunesier den Kofferwagen und saust davon, so dass wir uns beeilen müssen. Nur gut, das Traute im Flugzeug schwarz getauscht hat, so kann sie ihm ein Trinkgeld geben. Bis alle im Bus sitzen vergeht auch noch eine Zeit und wir können schon den lauen Abend genießen. Die Fahrt nach Sousse dauert eine halbe Stunde und wir werden beim dritten Stopp ausgeladen.

Das Hotel

In unser Hotel kommen auch noch zwei Frauen aus der Umgebung von Bremerhaven und 4 Erfurter, wie wir erst später erfahren sollen. Sie haben schon ein Problem, sie wollen möglichst hoch und auf einer Etage wohnen. Für die Rezeption kein Problem. Sie kommen aber genauso wie wir in das 5.OG (von 9). Im Zimmer angekommen, geht es erst einmal auf den Balkon um die Aussicht und den warmen Abend- oder besser gesagt Nachtwind zu genießen. Da klopft es auch schon und unsere Koffer werden gebracht. Es wird alles noch ausgepackt und dann geht es nach einer Katzenwäsche ins Bett unter ein Bettlaken und eine Wolldecke, denn wir sind nicht im kalten Norden. Trotzdem sollen wir in der ersten Nacht frieren, denn das ist für uns doch etwas wenig. Dafür werden wir aber am Frühstücksbüfett entschädigt. Sehr umfangreich und wohlschmeckend. Frühstück gibt es von 6.00 Uhr bis 10.00Uhr. Also, ausreichend Zeit, auch für Langschläfer. Abendessen wird von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr gereicht, ist auch sehr vielseitig und schmackhaft. Für ausgedehnte Sonnenbäder ist es uns noch zu kühl und auch nicht unser Ding. Wir erkunden lieber Land und Leute.

Monastir

Die erste Tour geht nach Monastir. Zu Fuß geht es zur Metrostation. Die Züge fahren etwa stündlich, der Fahrpreis beträgt 1,24 Dinar und das für ca.21 km. Auf der Station lernen wir einen Lehrer kennen, der uns nützliche Tipps für unsere weiteren Ausflüge gibt. So kann man z.B. kostengünstig mit dem Sammeltaxi zu den verschiedensten Orten gelangen. Hier wird dieses Sammeltaxi Louage genannt. In Monastir angekommen orientieren wir uns auf das Stadtzentrum, finden es aber nicht alleine. Ein freundlicher Taxifahrer bringt uns das kleine Stück für einen Dinar. Neben einer Überfülle an kleinen privaten und einigen großen staatlichen Läden schauen wir uns natürlich das Mausoleum der Familie Bourguiba an. Dieses erscheint uns sehr pompös und erinnert uns an den Personenkult vergangener Zeiten, aber Tunesien verdankt Habib Bourguiba sehr viel, und wir profitieren von dem für Touristen weit geöffneten moslemischen Land schließlich auch.  Wir werden gleich von einem deutsch sprechenden Museumsführer in Empfang genommen, der uns alles genau erklärt und zeigt. Einige Fotos vom Grabmal und der luxuriösen Ausstattung (viel Gold, z.B. der Kronleuchter) darf ich auch noch machen und dann möchte er 2 Dinar für seine Leistung, die uns angemessen erscheint. Nach einem Drink geht es zurück zur Metro, wo wir schon erwartet werden, denn der Zug steht zur Abfahrt bereit. Vorbei an der Universität, dem Flughafen, vielen neuen Hotels, der Saline und einigen Vororten mit typischem tunesischem Flair ( weiße Häuser, teilweise baufällig und chaotisch ineinander verschachtelt - so gar nicht deutsch) geht es wieder zurück nach Sousse.

Kairouan

Die zweite Tour führt uns nach Kairouan. Vom Hotel mit dem Taxi für 3 Dinar zum Stellplatz für die Louages, es gibt davon drei in Sousse. Dort angekommen werden wir durch etwa 100 Sammeltaxis „durchgereicht”, bis wir ganz vorn sind. Und schon sitzen wir in einem Van und die Fahrt geht los. Bis nach Kairouan sind es etwa 55 km, die wir in einer knappen Stunde zurücklegen. Überholverbote oder Sperrlinien interessieren nicht und so kommen wir schnell voran. Im Zentrum von Kairouan angekommen erwartet uns schon ein deutsch sprechender Tunesier, der uns sagt, wo wir was finden. Wir besuchen den Wochenmarkt, die Medina - die Altstadt - und die Moschee. Auf dem Markt umgibt uns ein Duft von Gewürzen, Gemüse und Fisch. Außerdem werden lebende Hühner angeboten, denen man, damit sie nicht wegfliegen, die Beine zusammengebunden hat. Da mag man zwar Mitleid haben, aber andere Hühner sind in Drahtkäfigen eingesperrt, die ihnen noch nicht einmal die Luft zum Atmen lassen. Danach geht es in die Medina, wo Hunderte von Händlern ihre Waren feilbieten und handeln wollen. Zum Schluss denken wir ein tolles Schnäppchen erwischt zu haben - bis man an einer anderen Stelle das gleiche Produkt noch billiger bekommt. Gelernt ist eben gelernt, und wir haben es nicht gelernt. Auf jeden Fall war es eine gute Vorbereitung auf die Abschaffung des Rabattgesetzes in Deutschland. Nun wollen wir noch in die Moschee, aber wo ist sie? Da kommt der „Retter in der Not” und führt uns hin. Für seine Mühe wollen wir ihm auch ein bis zwei Dinar geben, sind aber erstaunt, als er drei Dinar haben will - für jeden! Ich kann noch auf fünf Dinar herunterhandeln und dann sucht er sich sein neues Opfer. In der Moschee - je 4 Dinar - dürfen wir aber nicht in den Gebetsraum gehen, nur reinschauen. Ist trotzdem sehr beeindruckend. Nun geht es wieder nach Sousse, aber erst einmal zum Stellplatz durchfragen. Kaum angekommen geht es auch schon los. So ein öffentlicher Nahverkehr könnte uns auch in Deutschland gefallen.

El-Jem

Die dritte Tour führt uns zu dem 63 km entfernten El-Jem, wo wir uns das gewaltige Kolosseum anschauen. Wenn man so etwas zum erstenmal sieht, wird einem bewusst, wo das Wort kolossal seinen Ursprung hat. Es hat einen Durchmesser von 149m und hatte Platz für 30.000 Zuschauer. Wenn ich das mit der Preussag - Arena in Hannover vergleiche und dabei die Baujahre (230 nach Chr.und 2000 nach Chr.) sehe, dann kann ich nur sagen - alle Achtung. Um so größer ist dann der Gegensatz zu einem „modernen Bauwerk"  kaum 200m entfernt. Leider konnten wir nicht in Erfahrung bringen ob es sich um einen normalen Brunnen oder um ein Denkmal handelt. Sehr interessant und schön anzuschauen sind auch die mit Keramikkacheln gestalteten Hauswände. Ein Kunsthandwerk, das seine Wurzeln im 13.Jahrhundert hat.

Das Wasser und die Sonne

Nun hatten wir erst einmal genug unternommen und mussten uns von den Strapazen ausruhen. Also waren Strandwanderungen nach links bis zum Hafen Port El Kantaoui (ca. 2 Std.) und nach rechts bis zum Wirtschaftshafen (ca. 30 Minuten) angesagt, auf denen ich mir den ersten Sonnenbrand holte. Bei Lufttemperaturen von 22 - 24°C und Wassertemperaturen von 19°C war es zwar gut zu laufen, aber für ausgedehnte Bäder doch zu kalt. Die alten Knochen wollen es halt wärmer haben.

Alles hat ein Ende

Nun sind die zwei Wochen schon wieder vorbei, viel zu schnell. Wir waren noch nicht einmal in der Wüste - also müssen wir mindestens noch einmal nach Tunesien kommen, denn  es hat uns  hier sehr gut gefallen.

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