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Keywords:
Jemandem Würmer aus Nase ziehen
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Quellen: goethe redensarten

Redewendung:

Jemandem die Würmer aus der Nase ziehen.

Erklärung:

Jemanden mühsam zum Reden bringen; jemandem (z.B. ein Geheimnis oder Geständnis) entlocken; jemanden aushorchen / ausfragen.

Ursprung:

Gemäß der krankheitsdämonischen Vorstellungen, die im Mittelalter um den Wurm kreisten, gab es natürlich auch Heilmethoden, Beschwörungen und gar einen eigenen Wurmsegen.
Natürlich gab es zu allen Zeiten Kurpfuscher und Quacksalber, die versprachen, gegen hohes Entgelt den Kranken von seinen Würmern (Krebsen, Grillen usw.) zu befreien. Dazu wurden in aller Öffentlichkeit und mit großem Brimborium den Leidenden allerlei „Würmer aus der Nase gezogen”, um den Heilerfolg zu dokumentieren.
Über diesen eigenen Stand der „Wurmschneider” schreibt Goethe 1776 in der Dichtung „Hans Sachsens poetische Sendung”, in dem er den Stil dieses Dichters in unvergleichlicher Weise nachbildet: „bespottet eines jeden (Narren) fürm (altertümelnd für „Form”) / treibt sie ins Bad, schneid't ihnen die Würm' / und führt gar bitter viel Beschwerden, / daß ihrer doch gar nicht wollen wen'ger werden”.
Quelle: Redensarten-Index

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